Schüler stimmen über künftigen Thüringer Landtag ab

(12.09.2014) — Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Wer regiert Thüringen künftig? Diese Frage beschäftigt in diesen Tagen nicht nur Über-18-Jährige. Auch Jugendliche aus Schulen der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland machen das gleiche wie ihre Eltern: Sie beschäftigen sich mit Wahlprogrammen, debattieren darüber und geben ihre Stimme ab. Die Gelegenheit dazu gibt die Juniorwahl 2014, die im Rahmen des Stiftungsprogramms "Politische Bildung und demokratische Erziehung" stattfindet.


Im Evangelischen Ratsgymnasium Erfurt, dem Christlichen Gymnasium Jena und den weiterführenden Schulen des Evangelischen Schulzentrums Mühlhausen findet in dieser Woche vor der "echten" Landtagswahl der Wahlakt statt. Wie Demokratie funktioniert, erfahren die Jugendlichen zudem hautnah, indem sie als Wahlhelfer aktiv werden, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler über den Wahlablauf informieren oder ihnen das Wahlsystem erklären.

Generell beschränkt sich das bundesweite Projekt "Juniorwahl" nicht auf die Stimmabgabe. So beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld fächerübergreifend mit Themen wie Wahlrecht und -system, Demokratie und deren Geschichte, analysieren Wahlwerbespots oder nutzen den "Wahl-O-Mat", um sich mit den Programmen der Parteien vertraut zu machen. Und nach der Wahl ist längst nicht alles erledigt: Die Stimmen werden ausgezählt und alle warten gespannt auf das Gesamtergebnis, das am Wahlsonntag um 18:00 Uhr bekannt gegeben wird. In der Folge werten die Jung-Wähler die Abstimmung aus.

Bereits im Rahmen der Bundestagswahl im vergangenen Jahr beteiligten sich vier weiterführende Schulen der Evangelischen Schulstiftung an dem bundesweiten Projekt. "Wir nehmen teil, weil es die Schüler auch abseits des Unterrichts ins Gespräch über Parteien und Politik bringt. Zudem ist es unglaublich spannend, die Ergebnisse zu vergleichen", sagt Pascual Moderegger, Lehrer am Christlichen Gymnasium Jena.

Auch die Kollegen in Mühlhausen und Erfurt sind vom Projekt Junior-Wahl überzeugt: "Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Eigeninitiative, sich mit Wahlen und politischen Inhalten zu beschäftigen. Das ist gerade im Hinblick auf die erschreckend niedrige Wahlbeteiligung in Sachsen enorm wichtig", so Jürgen Junker, Programmleiter und Lehrer am Evangelischen Ratsgymnasium. "Die Juniorwahl fördert das Verständnis für Demokratie, motiviert zu demokratischem und politischem Handeln", sagt Claudia Töpfer, Sozialkundelehrerin am Evangelischen Schulzentrum Mühlhausen. Und das funktioniert offenbar überdurchschnittlich gut. Denn bei früheren Juniorwahlen war die Wahlbeteiligung meist höher als in der wahlberechtigten Bevölkerung.


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Theresa Kästner (18) erklärte als einer von sechs Wahlhelfern ihren Mitschülern vom Evangelischen Ratsgymnasium in Erfurt die Stimmzettel.

 


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