Mathematische Probleme können herausfordernd sein – und genau darin liegt ihre Stärke. Wie können Lernende mit unterschiedlichen Voraussetzungen gemeinsam mathematisch denken und Lösungen entwickeln?
Im Workshop lernen Sie den Ansatz des rough draft mathematics (Jansen, 2020) kennen und probieren ihn selbst aus. Dabei werden zunächst alle Ideen zu einem mathematischen Problem wertfrei gesammelt. So entsteht ein offener Raum für gemeinsames Denken, Ausprobieren und Weiterentwickeln von Lösungswegen.
In Kleingruppen wird dieses Vorgehen praktisch erprobt, intensiv bearbeitet und gemeinsam reflektiert. Der Workshop lädt dazu ein, inklusive Problemlösung als wertschätzenden mathematischen Austausch zu erleben und neue Perspektiven auf gemeinsames Lernen zu gewinnen.
Dr. Kerstin Bräuning ist Mathematikdidaktikerin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen das frühe mathematische Lernen, Diagnose und Förderung im Mathematikunterricht der Grundschule, mathematische Kommunikationsprozesse sowie die Professionalisierung von Lehrkräften.
Warum verstehen manche Kinder mathematische Inhalte nachhaltig, während andere Regeln schnell wieder vergessen? Welche Rolle spielen mathematische Vorstellungen für erfolgreiches Lernen?
Dieser Workshop lädt dazu ein, nachhaltiges Lernen im Mathematikunterricht neu zu betrachten. Am Beispiel der Multiplikation wird erfahrbar, wie unterschiedliche Darstellungen Kindern helfen, tragfähige Vorstellungen aufzubauen und mathematische Zusammenhänge wirklich zu verstehen.
Durch Denkanstöße und praktische Aktivitäten probieren die Teilnehmenden selbst aus, wie verstehensorientiertes Lernen entstehen kann – und welche Impulse sich daraus für den eigenen Unterricht ergeben.
Katharina Brix ist Landeskoordinatorin für den Primarbereich des QuaMath-Programms am LISA Sachsen-Anhalt. Ihr Schwerpunkt liegt in der Begleitung von Schulnetzwerken und der Fortbildung von Lehrkräften zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts in der Grundschule.
Wie lernen Kinder, Daten nicht nur zu sammeln, sondern auch zu verstehen, zu hinterfragen und sinnvoll zu nutzen?
Dieser Workshop zeigt, wie Data Literacy bereits im Mathematikunterricht der Primarstufe angebahnt und spiralförmig weiterentwickelt werden kann. Ausgehend von ersten Datenoperationen wie Sortieren und Ordnen wird erlebbar, wie statistische Allgemeinbildung Schritt für Schritt aufgebaut wird.
Die Teilnehmenden lernen digitale Werkzeuge wie TinkerPlots und CODAP kennen, erproben deren Einsatzmöglichkeiten und reflektieren gemeinsam, welche Chancen sie für einen zeitgemäßen und motivierenden Mathematikunterricht eröffnen.
Die Teilnehmenden benötigen ein digitales Endgerät (Laptop/Tablet).
Prof. Dr. Daniel Frischemeier ist Professor für Didaktik der Mathematik mit dem Schwerpunkt Primarstufe an der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen statistisches Denken, Datenkompetenz und Data Science Education in der Grundschule sowie die Entwicklung innovativer und digital gestützter Lehr-Lernumgebungen im Mathematikunterricht.
Kreatives Schreiben eröffnet Räume für Fantasie, Ausdruck und neue Ideen – doch welche Methoden fördern diesen Prozess besonders gut? Und wie lassen sie sich für unterschiedliche Lerngruppen gestalten?
Im Mittelpunkt dieses Workshops steht das eigene Ausprobieren verschiedener Methoden des Kreativen Schreibens. Die Teilnehmenden erleben selbst, wie kreative Prozesse angeregt werden können, reflektieren förderliche und herausfordernde Aspekte und gewinnen neue Perspektiven auf das Schreiben.
Gemeinsam wird diskutiert, wie sich die Methoden an verschiedene Klassenstufen anpassen und innerhalb heterogener Lerngruppen differenziert einsetzen lassen. So entstehen praxisnahe Ideen und Impulse für einen kreativen und lernförderlichen Unterricht.
Dr. Olga Bazileviča ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehrer*innenbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ihr Schwerpunkt liegt in der Deutschdidaktik, der Qualifizierung von Lehrkräften im Seiteneinstieg sowie der sprachlichen Bildung und Professionalisierung von Lehrpersonen.
Wie können Kinder Freude am Schreiben entwickeln und ihre individuellen Schreibfähigkeiten entfalten?
Dieser Workshop lädt dazu ein, das Konzept der Schreibzeiten nach Dr. Beate Leßmann kennenzulernen und selbst zu erleben. Gemeinsam werden Kindertexte betrachtet, Schreibgeheimnisse entdeckt und Schreibprozesse reflektiert – mit dem Blick darauf, wie Schreiben begleitet und weiterentwickelt werden kann.
In praktischen Arbeitsphasen gestalten die Teilnehmenden eigene Schreibzeiten und gewinnen Einblicke, wie individuelle Schreibkompetenz gezielt gefördert werden kann.
Katja Brandes ist Lehrerin im Montessorizweig einer Grundschule in Hildesheim. Sie leitet seit vielen Jahren eine jahrgangsgemischte Klasse (1-4) und integriert das Konzept von Dr. Beate Leßmann in die tägliche Freiarbeit. Als Multiplikatorin trägt sie dazu bei, dieses Konzept in Form von Fortbildungen weiterzutragen.
Wie wird Vorlesen lebendig, ausdrucksstark und mitreißend? Das Vorlesefestival zeigt spielerische Wege, Kinder für Sprache und Geschichten zu begeistern.
In fünf abwechslungsreichen Stationen entdecken die Teilnehmenden Grundlagen der Vorlesekunst – von Schnauzengymnastik über Tempo und Aktion bis hin zu Kaugummiwörtern, Sprechbögen, Gefühlen, Gesprächen und lebendigen Figuren und Charakteren. Witzige Übungen für unterschiedliche Leseniveaus laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein.
Tina Kemnitz, Diplom-Sprechwissenschaftlerin und erfahrene Vorleserin (tollesbuch.de / buchfindomat.de), zeigt in diesem kurzweiligen Workshop, wie spannendes Vorlesen gelingt. Ganz nebenbei gibt sie Einblicke in das, was Profi-Sprecherinnen und -sprecher in ihrer Ausbildung über ausdrucksstarkes und fesselndes Vorlesen lernen. Zusätzlich steht vielfältiges Material zum kostenlosen Download bereit.
Tina Kemnitz ist Diplom-Sprechwissenschaftlerin, Literaturvermittlerin und Gründerin von „Tolles Buch!“. Mit ihren Buchempfehlungsshows, Fortbildungen und Leseförderprojekten begeistert sie seit vielen Jahren Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte für Literatur und Lesen. Ihre Schwerpunkte liegen in der Leseförderung, dem Vorlesen sowie der sprachlichen und rhetorischen Bildung.
Manchmal braucht es im Schulalltag nur wenige Minuten, um neue Energie zu schaffen, Gemeinschaft zu stärken oder die Aufmerksamkeit neu zu bündeln. Genau hier setzt dieser Workshop an.
Die Teilnehmenden lernen Spiele kennen, die sich spontan, ohne aufwändige Vorbereitung und mit wenig oder ganz ohne Material einsetzen lassen. Gemeinsam werden vielfältige Spiele ausprobiert, die nicht nur Spaß machen, sondern auch Kommunikation, gegenseitiges Kennenlernen und Konzentration innerhalb der Gruppe fördern.
Der Workshop bietet praxisnahe Ideen für den pädagogischen Alltag und lädt dazu ein, bewährte Spielimpulse direkt selbst zu erleben und für die eigene Arbeit mitzunehmen.
Ralf Brinkhoff ist Diplom-Sozialarbeiter und hat langjährige Erfahrungen im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit, sowie der Arbeit mit verhaltensauffälligen Jugendlichen.
Er hat eine Zusatzausbildung als Spiel- und Theaterpädagoge, welche er im schulischen und außerschulischen Bereich der sozialen Arbeit als Referent und Spielentwickler einsetzt. Erweitert hat sich sein Angebot durch die Ausbildung als Deeskalationstrainer.
Seine Spiel- und theaterpädagogischen Methoden nutzt er, um deeskalierendes Verhalten zu stärken und ein selbstbewusstes Verhalten zu fördern.
Sozial-emotionale Fähigkeiten sind weit mehr als ein ergänzender Baustein schulischer Bildung – sie bilden eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen, gelingende Beziehungen und einen konstruktiven Umgang mit Herausforderungen. Sie stärken die Persönlichkeitsentwicklung und Resilienz und wirken sich zugleich auf Arbeitsverhalten und Schulleistungen aus.
Diese Fortbildung gibt einen praxisnahen Überblick über aktuelle Programme und Übungen zum sozial-emotionalen Lernen. Gemeinsam wird erkundet, wie sozial-emotionale Kompetenzen gezielt und nachhaltig gefördert werden können und welche Möglichkeiten sich für die Umsetzung im Schul- und Unterrichtsalltag bieten.
Die Teilnehmenden erhalten konkrete Impulse, reflektieren Einsatzmöglichkeiten und entwickeln Ideen, wie sozial-emotionales Lernen selbstverständlich Teil schulischer Praxis werden kann.
Susanne Jurkowski forscht und lehrt an der Universität Erfurt im Bereich Diagnostik und Förderung der emotional-sozialen Entwicklung. Sie hat Psychologie studiert und in der Pädagogischen Psychologie promoviert und habilitiert. Über 15 Jahre hinweg war sie zudem in der Kinder- und Jugendhilfe tätig und seit zehn Jahren in der Lehrerfortbildung. Sie gibt Fortbildungen zu den Themen Entwicklungspsychologie, multiprofesionelle Kooperation, kooperatives Lernen und Lehrer-Schüler-Beziehung.
Motivation ist ein Schlüssel für erfolgreiches Lernen – doch sie entsteht nicht von selbst. Dieser Workshop richtet den Blick auf die Frage, wie Kinder im Grundschulalter mit Freude, Zuversicht und Ausdauer lernen können.
Im Mittelpunkt stehen Grundlagen der Lern- und Leistungsmotivation sowie typische Motivationshemmnisse. Dabei wird deutlich, welche zentrale Rolle Beziehung, Emotion und das Erleben von Selbstwirksamkeit für gelingende Lernprozesse spielen.
Praxisnahe Strategien zur motivationsförderlichen Gestaltung von Unterricht und Lernumgebungen laden zum direkten Weiterdenken und Ausprobieren ein. Fallbeispiele, gemeinsamer Austausch und Reflexion eröffnen zudem Raum, die eigene pädagogische Haltung zu betrachten und neue Impulse für den Schulalltag mitzunehmen.
Dr. Benjamin Förster ist Psychologe, Pädagoge, Psychotherapeut und Supervisor. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen psychische Gesundheit, Resilienz, Kommunikation, Emotionsregulation und professionelles pädagogisches Handeln. Als Referent und Fortbildner begleitet er Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte bei der Gestaltung eines reflektierten und wirksamen Schulalltags.
Förderplanung gehört zum Schulalltag – und stellt Teams zugleich oft vor organisatorische und pädagogische Herausforderungen. Dieser Workshop zeigt, wie Förderplanung strukturiert, transparent und gemeinsam gestaltet werden kann.
Friedo Scharf stellt mit SPLINT ein Konzept vor, das individuelle Förderung von der Beobachtung über die Zielformulierung bis hin zur gemeinsamen Planung im Kollegium unterstützt. Dabei wird deutlich, wie auch Schüler aktiv in den Prozess einbezogen werden können und Förderplanung zu einem partizipativen und wirksamen Instrument wird.
Praxisnahe Einblicke und konkrete Anregungen laden dazu ein, neue Wege der Förderplanung kennenzulernen und Ideen für die eigene schulische Praxis mitzunehmen.
Die Teilnehmenden benötigen ein digitales Endgerät (Handy/Tablet/Laptop).
Friedo Scharf ist Sonderpädagoge, Sozialpädagoge und Geschäftsführer der Inklusion Digital GmbH. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Inklusion, individuelle Förderung, digitale Schulentwicklung und Förderplanung. Mit der von ihm mitentwickelten Software SPLINT unterstützt er Schulen dabei, Förderprozesse effizient und praxisnah zu gestalten.
Digitale Medien und Künstliche Intelligenz prägen den Alltag von Kindern längst selbstverständlich – und stellen Schule zugleich vor neue Fragen und Möglichkeiten. Dieser Workshop lädt dazu ein, die Medienwelten von Grundschulkindern besser zu verstehen und medienpädagogische Perspektiven für einen zeitgemäßen Unterricht zu entdecken.
Im Mittelpunkt stehen entwicklungspsychologische Grundlagen, aktuelle Studien sowie Chancen und Herausforderungen digitaler Medien und KI. Praxisnahe Beispiele zeigen, wie Medienbildung in der Grundschule sinnvoll, reflektiert und kindgerecht gestaltet werden kann.
Austausch, Fragen und gemeinsame Reflexion eröffnen Raum, eigene Erfahrungen einzubringen, neue Sichtweisen kennenzulernen und Impulse für die pädagogische Praxis mitzunehmen.
Die Teilnehmenden benötigen ein digitales Endgerät (Laptop/Tablet).
Dr. Iren Schulz ist Kommunikationswissenschaftlerin, Medienpädagogin und Mediencoach. Sie unterstützt Bildungseinrichtungen, Familien und pädagogische Fachkräfte bei der Förderung von Medienkompetenz und der Gestaltung zeitgemäßer Medienbildung. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, Medienerziehung, Social Media sowie den reflektierten Umgang mit digitalen Medien.
Bildschirm. Dieser Workshop zeigt, wie Grundschulkinder ohne Computer erste Erfahrungen mit Programmierung und Computational Thinking sammeln können – praxisnah, verständlich und mit viel Freude am Entdecken.
Mit einfachen Materialien werden lebensnahe Methoden des analogen Programmierens gemeinsam ausprobiert. Die Teilnehmenden erleben, wie Algorithmen funktionieren, digitale Prozesse nachvollziehbar werden und Kompetenzen für den Umgang mit der digitalen Welt spielerisch aufgebaut werden können.
Der Workshop bietet vielfältige Anregungen für einen zeitgemäßen Unterricht und macht deutlich: Für den Einstieg ins Programmieren braucht es vor allem Neugier – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Florence von der Weth ist Medienpädagogin bei der Thüringer Landesmedienanstalt. Ihre Schwerpunkte liegen in der Medienbildung, digitalen Kreativität sowie der Vermittlung von Programmier-, Robotik- und KI-Kompetenzen. In Workshops und Fortbildungen unterstützt sie Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte dabei, digitale Technologien aktiv, kreativ und verantwortungsvoll zu nutzen.
Manche Erfahrungen bleiben lange in Erinnerung – weil sie bewegt, herausgefordert und Gemeinschaft spürbar gemacht haben. Genau hier setzt dieser Workshop an.
Erlebnispädagogik eröffnet Lernräume jenseits des Klassenzimmers und verbindet Bewegung, Begegnung und gemeinsames Erleben mit geistlichen Impulsen. So entstehen besondere Zugänge zu Sinn-, Werte- und Glaubensfragen, die nicht nur besprochen, sondern erfahren werden können.
Im Workshop werden erlebnispädagogische Methoden und Modelle vorgestellt und gemeinsam praktisch erprobt. Die Teilnehmenden erleben, wie sich pädagogische und spirituelle Lernprozesse miteinander verbinden lassen und erhalten vielfältige Impulse, um eigene Erfahrungsräume lebendig und wirkungsvoll zu gestalten.
Ruben Ullrich ist Sozialarbeiter, Religions- und Gemeindepädagoge sowie Referent für Jugend- und Junge-Erwachsenen-Arbeit beim Deutschen Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC). Seine Schwerpunkte liegen in der Arbeit mit jungen Erwachsenen, Erlebnispädagogik, Musik, Gaming und innovativen Bildungsformaten.