Führungskräfteklausur 2026 – Veränderungen gestalten
Unter dem Titel „Gestaltung von Veränderungsprozessen“ kamen vom 18. bis 20. März 2026 die Führungskräfte aus allen Stiftungsschulen und der Verwaltung in der Kulturstadt Weimar zusammen – drei Tage voller Austausch, Inspiration und gemeinsamer Perspektiven.
Mit ihrem Impulsvortrag eröffneten Dr. Jasmin Dorry und Franziska Haller von Kantelberg’s Beratungsmanufaktur neue Blickwinkel auf Veränderungsprozesse. In anschließenden Kleingruppen wurde nicht nur fachlich gearbeitet, sondern auch offen über Herausforderungen, Erfahrungen und persönliche Haltungen gesprochen. Insbesondere der Blick auf die verantwortungsvolle Rolle von Leitungen und eine wertschätzende Einbindung der Teams standen bei den praktischen Übungen im Fokus.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Jenaplanschule Weimar, die 2025 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Neben dem fachlichen Austausch mit Akteuren der Schule konnten unsere Schulleitungen Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen – denn viele Schulkonzepte der Stiftungsschulen sind ebenfalls reformorientiert und befinden sich in stetiger Weiterentwicklung.
„Schulen sind lebendige Gemeinschaften – und damit Orte von Veränderung“, betonte Dr. Christiane Schenk, Abteilungsleiterin Pädagogik und Schulentwicklung. „Wir möchten unsere Schulleitungen darin stärken, ihre Vision von guter Schule vor Ort mutig und durchdacht umzusetzen. Veränderung braucht Werkzeuge – aber vor allem braucht sie gute Gründe, Zuversicht und Vertrauen. Beides konnten wir in diesen Tagen miteinander teilen.“
Den Abend verbrachten die Teilnehmenden im Austausch mit dem Thüringer Bildungsminister Christian Tischner und dem Stiftungsvorstandsvorsitzenden Marco Eberl. Das Gespräch zwischen Schulpraktikern, der Ministeriumsspitze und der Stiftungsleitung gestaltete sich thematisch sehr breit gefächert, dabei konstruktiv und wertschätzend – mit einem gemeinsamen Nenner: Gute Schule braucht qualifizierte Führungskräfte in Schule und Verwaltung, und ein innovatives Schulsystem braucht freie und staatliche Schulen hoher Qualität gleichermaßen.
Der abschließende Tag bot Raum für die vertiefende inhaltliche Arbeit der Stiftungsschulen. Während die Grundschulen intensiv am Projekt „Leseband“ arbeiteten, setzten sich die weiterführenden Schulen mit ihren eigenen Entwicklungsprozessen auseinander. Der Blick richtete sich dabei immer wieder auf das, was gute Schule im Alltag konkret braucht.
Getragen wurde die gesamte Klausurtagung von geistlichen Impulsen: Morgen- und Abendandachten in der Herderkirche vor dem Cranach-Altar sowie in der Jakobskirche – gestaltet von Superintendent Henrich Herbst und Rektor Ramón Seliger – luden dazu ein, innezuhalten, Kraft zu schöpfen und das gemeinsame Tun in einen größeren Zusammenhang zu stellen.
„Die Tage in Weimar haben uns einmal mehr gezeigt, wie viel Innovation und Gestaltungskraft in unserem Miteinander liegt“, resümierte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Marco Eberl. „Qualitätsvolle Bildungsarbeit lebt davon, dass wir uns gemeinsam auf den Weg machen, uns bestärken, voneinander lernen und den Mut haben, etwas zu wagen und unbekannte Pfade zu betreten – immer mit dem Ziel, unsere Schulen im Sinne der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen, aber auch für unsere Mitarbeitenden bestmöglich weiterzuentwickeln.“