Gemeinsam für inklusive Schule

Seit mehr als zehn Jahren begleiten die Inklusionsbeauftragten die Stiftungsschulen bei Fragen rund um Inklusion und sonderpädagogische Förderung. Nun setzen die vier Beauftragten ihre Arbeit für weitere zwei Jahre fort – als Ansprechpartner, Impulsgeber und Unterstützer für die Schulgemeinschaften.

Am 16. September 2026 überreichte Stiftungsvorständin Ulrike Sterzing gemeinsam mit Dr. Christiane Schenk, Leiterin der Abteilung Pädagogik und Schulentwicklung, die neuen Berufungsurkunden. Sterzing dankte den Inklusionsbeauftragten für ihr Engagement und wünschte ihnen weiterhin viel Kraft und den Mut, immer wieder neue Wege zu beschreiten. 
Bereits seit dem Schuljahr 2015/2016 unterstützt das multiprofessionelle Team aus Katrin Büchner, Petra Goden, Carolin Apel und Jan-Erik Meyer die Stiftungsschulen. Mit ihren unterschiedlichen fachlichen Perspektiven beraten sie bei konkreten Fragen und Fällen, begleiten Lehrkräfte und Teams und fördern den Austausch zwischen den Schulen. 

Lehrkräfte sind ausdrücklich eingeladen, dieses Unterstützungsangebot zu nutzen: Ob eine konkrete Situation im Schulalltag Fragen aufwirft, ein Austausch zu inklusivem Unterricht hilfreich ist oder neue Impulse für die eigene Arbeit gesucht werden – die Inklusionsbeauftragten stehen für Beratung, Sprechzeiten, Hospitationen und Fortbildungen zur Verfügung. Die Angebote und Netzwerktreffen greifen regelmäßig aktuelle Themen aus der schulischen Praxis auf. 

Wie praxisnah dieser Austausch ist, zeigte das Netzwerktreffen im Anschluss an die Wiederberufung. Im Mittelpunkt standen Schülerinnen und Schüler, die an ME/CFS erkrankt sind. Der Schulstiftung sind derzeit zehn Fälle an ihren weiterführenden Schulen bekannt.

„ME/CFS ist eine schwere chronische Erkrankung, die verschiedene Funktionsbereiche des Körpers betrifft und trotz WHO-Anerkennung immer noch wenig bekannt ist. Das erhöht den Leidensdruck der Betroffenen zusätzlich“, erklärt Dr. Christiane Schenk. „Typisch sind starke Erschöpfungszustände/Fatigue, Schmerzen, neurokognitive und immunologische Symptome. Herausfordernd ist, dass sich die Beschwerden nach geringster körperlicher oder geistiger Anstrengung deutlich verstärken können. Die Inklusionsbeauftragten haben hervorragende Pionierarbeit in der Begleitung der Kinder und Jugendlichen, ihrer Eltern und der Kollegien in den Schulen geleistet.“

Für betroffene Kinder und Jugendliche kann ein regelmäßiger Schulbesuch schwierig oder zeitweise unmöglich werden. Neben dem Lernen können dadurch Freundschaften und die Zugehörigkeit zur Schulgemeinschaft beeinträchtigt werden. 

Gerade in solchen Situationen schlagen die Inklusionsbeauftragten eine wichtige Brücke zwischen Schule und Familie und unterstützen dabei, passende Wege für Lernen, Teilhabe und einen Schulabschluss zu finden. So können Kinder und Jugendliche durch spezifische Förderpläne mithilfe eines Avatars und häuslicher Beschulung unterstützt werden. Die evangelischen Schulgemeinschaften halten darüber hinaus vielfach menschlich Kontakt zu den schwer erkrankten und in ihrer Teilhabe stark eingeschränkten Kindern und Jugendlichen, um sie zu bestärken und zu ermutigen.   

Informationen zu Ansprechpartnern und Sprechzeiten: www.schulstiftung-ekm.de/stiftungsprogramme/inklusion/

Anmeldung zu Netzwerktreffen und Fortbildungen: https://bildungsakademie-mmb.de/bildungsveranstaltungen/

Im Schuljahr 2026/2027 sind unter anderem weitere Sprechzeiten, Netzwerktreffen und ein Inklusionstag geplant.