„Meine Stimme zählt!“ – Netzwerktreffen der Schülervertretungen
Am 24. März 2026 kamen 32 engagierte Schülersprecherinnen und Schülersprecher der evangelischen Stiftungsgrundschulen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in den Franckeschen Stiftungen in Halle zusammen, um ihre Ideen, Gedanken und Visionen über schulische Mitbestimmungsformen zu teilen.
Mit großer Offenheit und Begeisterung arbeiteten die Kinder an Themen, die ihr schulisches Miteinander prägen: Klassenrat, Kinderrechte, Demokratie, die verantwortungsvolle Rolle als Klassensprecherin oder -sprecher sowie Wege zur Streitschlichtung. Dabei wurde schnell deutlich: Hier sind junge Menschen am Werk, die nicht nur mitreden, sondern wirklich etwas bewegen wollen.
Auf Grundlage der Kinderrechte und der Ziele für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung entwickelten die Schüler aus Aschersleben, Bad Langensalza, Burg, Eilenburg, Eisenach, Erfurt, Gotha, Halle, Hettstedt, Merseburg, Mühlhausen und Nordhausen gemeinsam Ideen, wie sie ihre Schulen aktiv mitgestalten können. Ziel war es, dass jedes Kind mindestens eine konkrete Idee mitnimmt – verbunden mit einem ersten mutigen Schritt zur Umsetzung im eigenen Schulalltag.
Den stimmungsvollen Auftakt bildete eine Andacht zur Jahreslosung „Und siehe, ich mache alles neu“. Sie ermutigte die Kinder, Veränderungen zu wagen und sich für eine gerechtere, friedlichere und demokratischere Schulgemeinschaft einzusetzen. Dabei wurde spürbar: Aus Streit kann Versöhnung wachsen, aus Ungerechtigkeit kann Fairness entstehen – und aus dem Gefühl „Ich werde nicht gehört“ wird ein kraftvolles „Meine Stimme zählt“.
„Das Treffen hat eindrucksvoll gezeigt, wie Kinder Verantwortung übernehmen und Schule aktiv mitgestalten können“, resümiert Manja Güldenpfennig, stellvertretende Schulartkoordinatorin aller Grundschulen in der Evangelischen Schulstiftung. „Für viele war es sicher der Beginn von etwas Neuem. Und ganz im Sinne eines afrikanischen Sprichworts: ‚Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern […]‘“
Das Netzwerktreffen ist Teil des Stiftungsprogramms „Politische Bildung und demokratische Erziehung“ unserer Stiftung. Dieses bündelt schulartübergreifend vielfältige Aktivitäten, die demokratisches Lernen, Mitbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung stärken – nicht nur im Unterricht, sondern gerade auch in praxisnahen Formaten wie diesem. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig darin zu bestärken, ihre Stimme einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten.