Zwei Schulen, zwei Jubiläen, eine starke Gemeinschaft

Ein Vierteljahrhundert evangelische Bildung, viele Erinnerungen und der Blick nach vorn: Am 4. September 2026 beging die Evangelische Grundschule Wittenberg ihren 25. Geburtstag, einen Tag später feierte das Christliche Spalatin-Gymnasium Altenburg sein 25. Jubiläum und die Einsegnung seiner neuen Fünftklässler.

In Wittenberg begann das Jubiläum mit einem Festgottesdienst in der Stadtkirche St. Marien. Pfarrer Matthias Keilholz und Pfarrer Fabian Mederacke gestalteten ihn kindgerecht und abwechslungsreich. Die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Pädagoginnen und Pädagogen zeigten ihre Verbundenheit mit einem gemeinsamen Chorauftritt. Das Lied „Wenn einer einen Traum träumt“ stand symbolisch für die Schulgeschichte: Aus einem gemeinsam geträumten Traum wuchs ein Baum mit tiefen Wurzeln und weiten Zweigen. So haben seit ihrer Gründung 2001 mehr als 1.000 Kinder die Evangelische Grundschule Wittenberg besucht.


Viele Ehemalige und langjährige Wegbegleiterinnen waren gekommen, um zu gratulieren, darunter Gründungspfarrer Armin Pra und der ehemalige Superintendent Christian Beuchel. Superintendentin Dr. Gabriele Metzner würdigte die Entwicklung der Schule in den vergangenen 25 Jahren, Bürgermeister André Seidig sprach seine Glückwünsche im Namen der Lutherstadt Wittenberg aus. Stiftungsvorständin Ulrike Sterzing zeigte sich besonders beeindruckt von der engen Verbundenheit der Schule mit ihrem Umfeld: „Zu Recht ist das gesamte Team für seine professionelle und engagierte Arbeit hoch angesehen. Die Schule ist fest im kirchlichen Leben und zugleich mitten in der Wittenberger Stadtgesellschaft verwurzelt. Viele Ehemalige kamen zum Feiern und Gratulieren vorbei, das spricht für sich!“


Als später ein kräftiger Regenschauer über das Fest zog, tat dies der Freude keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Während alle gemeinsam Schutz suchten, zeigte sich noch einmal, was die Schule seit 25 Jahren auszeichnet – Zusammenhalt, Herzlichkeit und das Gefühl, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein.


Am folgenden Tag feierte das Christliche Spalatin-Gymnasium Altenburg seinen 25. Geburtstag. Schulpfarrer Felix Kalder gestaltete den Festgottesdienst in der Brüderkirche, musikalisch begleitet von den Chören der Schule unter Leitung von Kantor Johann Friedrich Röpke. Besonders bewegten die kurzen persönlichen Blitzlichter von Menschen, die das Gymnasium gegründet, begleitet und geprägt haben – unter ihnen auch Bürgermeister André Neumann. Symbolische Geschenke – vom Stein als Fundament über ein Puzzle für die Gemeinschaft bis zum Crêpe-Verteiler als Erinnerung an viele gemeinsame Schulveranstaltungen – erzählten dabei ihre ganz eigenen Schulgeschichten.


Wie ein roter Faden zog sich das Schuljahresmotto durch die Feier: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Diesen Psalm griff Stiftungsvorständin Ulrike Sterzing in ihrem Grußwort auf: „Mich beeindruckt, wie hier aus einer mutigen Vision ein Ort geworden ist, an dem junge Menschen Freiheit erfahren, ihre Talente entdecken und Verantwortung übernehmen können. Ich wünsche der Schule, dass sie sich diesen Mut bewahrt, den weiten Raum auch künftig mit Leben füllt und wild entschlossen bleibt, das Gute weiter wachsen zu lassen.“ 


Am Nachmittag wurden die neuen Fünftklässler sowie die neu hinzugekommenen Kolleginnen und Kollegen auf dem Schulcampus eingesegnet und damit in die Gemeinschaft der „Spalatiner“ aufgenommen. Anschließend feierte die Schulgemeinschaft gemeinsam mit Eltern, Ehemaligen, Schülerinnen und Schülern, dem Kollegium sowie zahlreichen Freunden und Unterstützern ein lebendiges Schulfest.


Starke Wurzeln in Wittenberg, weiter Raum in Altenburg: Beide Jubiläen zeigten, was in 25 Jahren gewachsen ist – lebendige Schulgemeinschaften, die von Vertrauen, Mut und Menschen getragen werden, die Schule gemeinsam gestalten.