Impulsvortrag

"Flipped Classroom": Verdrehte Vorstellung oder ein echter Mehrwert für den Unterricht?

Referentin: Julia Werner, M.A., akademische Mitarbeiterin an der Heidelberg School of Education, betreute das Schulprojekt "Flip your class!" in Berlin wissenschaftlich von 2014 bis 2017 gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Spannagel.

Abstract zum Vortrag:
Julia Werner zeigt in ihrem Vortrag die Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen durch den Einsatz des innovativen Lehr- und Lernkonzeptes „Flipped Classroom“ im Unterricht. Zudem stellt sie die Schlussfolgerungen aus den bisherigen wissenschaftlichen Befunden dar und stellt sich in der anschließenden Diskussion Ihren Fragen.

Was versteht man unter dem Konzept „Flipped Classroom“?
Im Flipped Classroom wird das instruktionale Lernen, das in der Regel im Unterricht stattfindet, mit Hilfe von digitalen Materialien als Hausaufgabe aufgegeben. Im Unterricht selbst werden die vorbereiteten Inhalte vertieft und geübt, was sonst häufig allein zu Hause stattfindet. Der Kern des Konzepts steckt in der Neugestaltung der Unterrichtsstunde. Durch die Auslagerung des Inputs kann die Unterrichtszeit für methodisches Arbeiten genutzt werden und stärker die individuelle Förderung des Einzelnen und der Austausch zum Thema in den Mittelpunkt gerückt werden.

Was steckt hinter der wissenschaftlichen Studie „Flip your class!“?
In dem dreijährigen Forschungsprojekt wurden Lehrerinnen und Lehrer an Berliner Schulen begleitet, die das „Flipped Classroom“-Konzept in ihrem Unterricht eingesetzt haben. Gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen wurden dabei mögliche Einsatzszenarien erarbeitet. Es wurde erforscht, wie das Konzept eine stärkere Differenzierung und Individualisierung im Unterricht fördern kann.